Mediation & Konflikt-Moderation

Mediation & Konflikt-Moderation

Konflikte mit unseren Mitmenschen erleben wir immer wieder.

Für die nachhaltige Beziehungsgestaltung ist es hilfreich, wichtige Konflikte zu lösen; ob in Beruf, Partnerschaft, Familie oder anderweitig.

Hierzu ist es sehr hilfreich, zu klären worum es den jeweiligen Konfliktparteien wirklich geht, welche Ziele und Motive in den Konflikt geführt haben. Je stärker beide oder eine Seite emotional darin involviert ist, umso stärker können beide von des Pudels Kern abgelenkt werden.

Konflikte lassen sich in der Regel nicht lösen, ohne diesen Gefühlen Raum zu geben. Genauso, wie rationale Argumente und Motive beachtet werden müssen. Die Klärung mit Hilfe einer externen Mediator*in oder Konflikt-Moderatorin (im Grunde ist die Mediation auch eine Art Konflikt-Moderation) ermöglicht eine gleichberechtigte Auseinandersetzung und somit ein nachhaltigeres Ergebnis.

Ab wann lohnt sich die Einbeziehung einer externen Mediator*in oder Konflikt-Moderation?

Friedrich Glasl unterscheidet 9 Eskalationsstufen bei Konflikten. Je nachdem auf welcher Stufe sich der Konflikt befindet, kann unterschiedlich intensiv interveniert werden, um eine Lösung nach den hohen Standards des Mediationsgesetzes und des Bundesverbandes Mediation zu erreichen. Lesen Sie mehr dazu in meinem Blog!

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Was ist der Unterschied zwischen Konflikt-Moderation und Mediation?

Der Mediationsbegriff ist einigermaßen geschütz durch das Mediationsgesetz. ( BGBl. I S. 1577 ), welches qualitative Mindeststandards für Mediator*innen setzt. Meine Ausbilder*innen verpflichteten sich und uns Auszubidende nicht nur dem Gesetz, sondern ebenfalls der weit höheren Qualität der Mediation nach Vorgabe des Bundesverbandes Mediation.

Die erwähnten unterschiedlichen Konfliktstufen machen unterschiedliche Qualitäten in Klärungsprozessen notwendig. Im Grunde lassen sich die einzelnen Techniken auf jeder Stufe anwenden. Ab Stufe 4 ist für den Erfolg des Prozesses jedoch die strikte Einhaltung der höchsten Standards (also mindestens nach Mediationsgesetz) dringend angeraten. Das wären z.B.

  • freiwillige, eigenverantwortliche und einvernehmliche Teilnahme aller Parteien. Dazu sollten Sie die Grundsätze und den Ablauf der Mediation verstanden haben
  • die Mediator*in muss eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis sein. (Mediator*in und Parteien sollten sich nicht kennen).
  • Die Mediator*in ist allen Parteien gleichermaßen verpflichtetund fördert die Kommunikation der Parteien
  • Dritte können nur durch die Zustimmung aller Parteien hinzugezogen werden.
  • Die Parteien können die Mediation jederzeit beenden. Die Mediator*in kann die Mediation ebenfalls jeder Zeit beenden.
  • Die Mediator*in ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. (Ausnamen sind im Gesetz ganz klar beschrieben)
  • Mediator*innen obliegt ein besonderes Zeugnisverweigerungsrecht bzw. -pflicht, aber auch u.U. eine Anzeigepflicht.
  • Die Ausbildung muss entsprechend des Gesetzes (bzw. des Verbandes) zertifiziert sein.
  • Die Mediation soll in einem geschützen Rahmen stattfinden.

Bis Eskalationsstufe 3 kann auf die absolute Neutralität und vorherige Unbekanntheit der Mediator*in u. U. verzichtet werden, auch ist in Stufe 1-2 nicht zwingend eine ausgebildete Mediatorin nach den gesetzlichen Mindestandards notwendig. Die anderen Kriterien helfen aber auch hier, bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Wie läuft denn so eine Konflikt-Moderation ab?

Erstkontakt via Telefongespräch

Zunächst einmal nehmen Sie also Kontakt zu einer Mediator*in auf. Am Telefon schildern Sie kurz den Kern ihres Problems aus Ihrer Sicht. Mediator*innen werden eher nicht zu einer längeren Schilderung auffordern, weil eine einseitige Schilderung im Vorfeld nicht im Sinne des Gesetzes wäre. Tun sie es doch, sind wir verpflichtet ihrer gegenüberstehenden Partei die gleiche Zeit für eine einseitige Schilderung zu ermöglichen, bevor es losgehen kann. Des weiteren wird die Mediatorin Ihnen die wichtigsten Eckpfeiler einer Mediation erläutern, damit Sie entscheiden können, ob Sie ihr Angebot wirklich annehmen wollen. Zudem werden Rahmenbedingungen wie möglicher Ort und Finanzielles geklärt. Ich persönlich würde in diesem Telefonat versuchen einzuschätzen, ob eine Mediation notwendig ist oder auch eine Konflikt-Moderation Frage kommen könnte. Falls wir uns bereits kennen, würde ich Sie im Falle einer notwendigen Mediation gerne an Kollegen verweisen, wie es vom Bundesverband Mediation und vom Gesetz verlangt wird.

Ist Ihre Gegenpartei ebenfalls mit einer Mediation einverstanden, wird ein Termin vereinbart an dem sich beide Parteien zum ersten Mal zu einem Gespräch mit der Mediator*in einfinden.

Das erste persönliche Treffen

Dieses erste Gespräch beginnt damit, noch einmal beide Parteien über die Rahmenbedingungen, Verpflichtungen und Rechte aller Teilnehmenden zu informieren. Erst danach entscheiden die Parteien, ob Sie tatsächlich eine Mediation wünschen. Erst jetzt wird vertragliches geregelt.

Und dann kann es losgehen!

Jede moderierte Konfliktbearbeitung deren Ziel es ist eine einvernehmliche Lösung zu finden, kann nach folgendem Schema ablaufen. Angemerkt sei, dass die Phasen immer wieder von Rückschritten unterbrochen werden können, weil weitere Details zum Vorschein kommen, die Raum brauchen:

  • 1 Sicherer Rahmen: Es werden Vereinbarungen über Gesprächregeln, Diskretion und Vertraulichkeit und den Umgang miteinander getroffen.
  • 2 Darstellung des Konflikts: Jede Partei stellt die eigenen Positionen aus eigener Sicht dar. Die Mediator*in fasst zusammen. Das Thema wird festgelegt.
  • 3 Konflikterhellung: Motive, Interessen und Bedürfnisse hinter den Positionen werden herausgearbeitet. Wünsche zur möglichen Lösung werden formuliert.
  • 4 Lösungssuche: Ideen werden gesammelt und verhandelt.
  • 5 Konkrete Vereinbarungen: werden schriftlich formuliert und unterschrieben
  • Nachgespräch, bei Bedarf: Neuverhandlung der Vereinbarungen

Alle Möglichkeiten von Konfliktlösungen in Ihrem spezifischen Fall und das aktuelle Honorar können in einem unverbindlichen Telefongespräch vorab besprochen werden. Termine werden von mir ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung vergeben.

Das Honorar für eine Mediations- oder Klärungsssitzung à 90 Minuten berechnet sich allein nach den Gesprächsstunden. Folgende Leistungen inbegriffen :

  • das Informationsgespräch und die Auftragsklärung
  • das jeweilige Mediationsgespräch über 5 Phasen
  • die jeweilige Nachbereitung des Gesprächs (Protokollierung, Sortieren der Themenbereiche)
  • die schriftliche Abfassung einer Vereinbarung
  • die Qualitätssicherung (meine Supervision, Intervision und Weiterbildungen)

Am Ende jeder Sitzung erfolgt eine Zusammenfassung und eine Planung der weiteren Vorgehensweise. So können die Klienten nach jeder Sitzung entscheiden, ob sie die Mediation fortführen möchten oder nicht.

Unter all meinen Angeboten übernehme ich monatlich mindestens einen Auftrag pro bono für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln.

Zur Kontaktaufnahme nutzen Sie gerne das hier bereitgestellte Kontaktformular oder schreiben Sie mir unter mail@guttau-coaching.de